Lebensgefahr: Brüchiges Eis

Betreten Sie Eisflächen nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass das Eis trägt.

Folgende Eisdicken sind das Minimum
5cm:    Einzelpersonen
8cm:   Personengruppe  

Fließende Gewässer sollten erst bei einer Eisdicke von 15-20 cm betreten werden.

  • Nehmen Sie Warnhinweise ernst, sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren
  • Vorsicht bei verschneiten Eisflächen
  • Verlassen Sie das Eis, wenn es knistert und knackt, sich Risse bilden und / oder schwallweise Wasser an die Oberfläche tritt
  • Vorsicht an Ein- und Ausflüssen, auch an dunklen Stellen kann das Eis dünn sein
  • Gehen Sie nie allein auf dem Eis spazieren: Im Notfall kann sonst niemand Hilfe holen
  • Wer einbricht, sollte versuchen, sich am Eis festzuhalten oder sich auf das Eis zu ziehen
  • Wer zum Helfen auf die Eisfläche geht, sollte dafür eine Unterlage nehmen, um das Gewicht zu verteilen (Leiter, Bretter usw,). Die Hilfsmittel kann man auch der eingebrochenen Person zuschieben.
  • Gerettete in warmen Decken, Jacken o.ä. vorsichtig erwärmen. Nicht mit Schnee einreiben und keinen Alkohol geben!
  • Bringen Sie sich beim Retten nicht selbst in Gefahr!

Innerhalb von wenigen Minuten erschlaffen im kalten Wasser die Muskeln und die eingebrochene Person geht unter!

Über Notruf 112 Hilfe herbeiholen!

Schöne Bescherung….

Mit echten Kerzen und im warmen Kerzenlicht werden die  Weihnachtstage richtig besinnlich. Aber: das faszinierende Licht der flackernden Kerzen kann leicht dazu führen, nicht an die Gefahren zu denken, die von brennenden Kerzen ausgehen können.

Es sind übrigens nicht immer nur Kinder, die unvorsichtig sind beim Umgang mit Kerzenlicht: da läutet das Telefon im anderen Zimmer, da geht man „nur mal schnell“ in den Keller oder zur Nachbarin – und vergisst, dass die Kerzen noch brennen. Und wenn dann die Zweige in der trockenen Heizungsluft dürr geworden sind, dann genügt ein kleiner Luftzug, ein kurzes Aufflackern der Kerzen und die Zweige brennen lichterloh – oft entzündet sich der ausgetrocknete Christbaum explosionsartig!

In jedem Jahr ereignen sich um den Jahreswechsel in ganz Deutschland mehrere tausend, oft folgenschwere Brände. Das müsste nicht sein, wenn man sorgsamer mit Kerzen umgeht und wenn in jeder Wohnung, in jedem Haus Rauchmelder vorhanden wären. Dazu gibt es noch ein paar ganz einfache Tipps, wie man Brände vermeiden kann:

  • Kerzen gehören nicht in die Nähe von brennbaren Gegenständen oder an Plätze mit starker Zugluft
  • Kerzen gehören immer in standfeste, nicht brennbare Halter
  • In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen am sichersten
  • Bei elektrischen Kerzen drauf achten, dass Steckdosen nicht überlastet sind
  • Kerzen dürfen niemals unbeaufsichtigt brennen
  • Kerzen immer rechtzeitig löschen bevor sie völlig heruntergebrannt sind
  • Wenn echte Kerzen angezündet werden, dann sollte immer ein Eimer mit Wasser oder ein Feuerlöscher bereit stehen
  • Wenn es brennt, sollte man nur dann eigene Löschversuche unternehmen, wenn es ohne Eigengefährdung möglich ist. Sonst die Tür zum Brandraum schließen und die Feuerwehr alarmieren

Denken Sie bitte auch daran, dass es in diesem Jahr kein Silvesterfeuerwerk geben darf. Bitte verwenden Sie auf gar keinen Fall irgendwelche Böller vom Schwarzmarkt – die Krankenhäuser und Intensivstationen sind ohnehin überlastet.


Wir wünschen Ihnen, besinnliche Weihnachtstage und – auch ohne Böller – einen guten Rutsch in ein gesundes, zufriedenes und unfallfreies neues Jahr 2021

Ihre Kommandanten der Odelzhauser Feuerwehr

Oliver Mathis und Benny Küpper

Rettungsgasse rettet Leben

Nach einem Unfall mit Personenschaden kommt es manchmal auf jede Sekunde an. Je schneller die Rettungskräfte zum Einsatzort kommen, desto größer ist die Überlebenschance der Unfallopfer. Schon wenn der Verkehr langsamer zu fließen beginnt, wenn sich ein Stau ankündigt, dann sollten alle Autofahrer an die Rettungsgasse denken und sich entsprechend verhalten:

Bei zweispurigen Autobahnen fahren alle Fahrzeuge an den rechten beziehungsweise an den linken Fahrbahnrand: in der Mitte ist die Rettungsgasse frei und Einsatzfahrzeuge können ohne große Verzögerung passieren.

Bei dreispurigen oder gar vierspurigen Autobahnen funktioniert die Rettungsgasse genauso: die Fahrzeuge auf den rechten Spuren fahren ganz nach rechts, die Fahrzeuge auf der linken Spur fahren ganz nach links. Die Rettungsgasse ist dann zwischen der ganz linken Spur und den rechts daneben liegenden Fahrstreifen.

Der Standstreifen ist übrigens für Einsatzfahrzeuge nicht geeignet, weil hier unter Umständen Pannenfahrzeuge stehen und dann ist es im Stau für Einsatzfahrzeuge unmöglich, auf die links daneben liegenden Fahrspuren auszuweichen.

Und noch etwas ist wichtig: die Rettungsgasse muss unbedingt offen und frei befahrbar bleiben, weil immer noch Einsatzfahrzeuge nachrücken können. Auch der Abschleppdienst oder die Autobahnmitarbeiter freuen sich, wenn sie ungehindert zur Unfallstelle fahren können. Nicht zuletzt freuen sich aber alle Autofahrer, die im Stau stehen: je schneller das Hindernis beseitigt ist, desto eher haben alle wieder freie Fahrt.

Übrigens: das eigene gute Vorbild regt auch an andere Autofahrer zur Nachahmung an.

Nicht nur wir von der Feuerwehr Odelzhausen sind dankbar, wenn wir durch eine ordnungsgemäß gebildete Rettungsgasse zu den Einsätzen fahren können.

Für das nicht Bilden einer Rettungsgasse können auch Konsequenzen folgen:
– 2 Punkte in Flensburg
– 240€ Strafe
– 1 Monat Fahrverbot

Übung

Atemschutzübung im Brandcontainer

Am vergangenen Samstag ging es für neun Atemschutzgeräteträger nach Karlshuld in einen Gas befeuerten Brandcontainer.
Im theoretischen Unterricht ging es unter anderem um die richtige Handhabung des Strahlrohres sowie um wichtige Infos im Brandeinsatz.
Im Brandcontainer selber wurden folgende Szenarien geübt und gelehrt.

  • Menschenrettung
  • Verschiedene Brandsituationen wie z.B.
    • Küchenbrand
    • Treppenhausbrand
    • Brand von Gasflaschen

Die Atemschutzausbildung ergänzt damit die moderne und notwendige Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern für die Brandbekämpfung in Gebäuden. Die Feuerwehrleute werden dabei mit echtem, realem Feuer konfrontiert, um sich somit möglichst praxisnah bei gleichzeitiger Beibehaltung sicherer Bedingungen auf den realen Einsatz vorzubereiten.